Schokoladen-Hirse-Kuchen mit Keksboden

Mitte April, eisige Kälte und Schneeregen – ja die letzten Tage waren nicht gerade frühlingshaft und es fühlte sich schon fast an, als wäre der Winter wieder zurückgekehrt. Ganz ein komisches Gefühl, wenn ich daran denke, dass ich vor einigen Wochen schon im kurzen Shirt und mit Birkenstock auf der Terrasse gesessen bin. Nichtsdestotrotz hatten die niedrigen Temperaturen auch etwas Gutes – ich konnte nämlich mein Rezept für diesen leckeren Schokoladen-Hirse-Kuchen mit Keksboden perfektionieren. Und ganz ehrlich, es gibt definitiv schlimmeres als vorm Kamin, mit dicken Kuschelsocken in eine Decke eingewickelt, einen warmen Schokoladenkuchen zu essen. Natürlich schmeckt der Kuchen aber auch im Frühling und generell zu jeder Jahreszeit – am besten noch mit einer Kugel Vanilleeis dazu.



Das erste Mal habe ich den Kuchen am Karsamstag ausprobiert. Ehrlich gesagt war es eher ein Experiment – ein Experiment aus Sachen, von denen ich momentan nicht genug kriegen kann: Hirse und Schokolade. Sofort habe ich mich in die „Schokosünde“ verliebt (mit 260 g Schoko kann man schon von einer Sünde sprechen, die es aber definitiv Wert ist), wobei am Keksboden noch gearbeitet werden musste. Für mich stand aber schon beim ersten Versuch fest, dass das Rezept seinen Weg auf den Blog finden muss, komme was wolle.




Für eine 24-cm-Tarteform braucht ihr:

Für den Keksboden

  • 1 Pkg. (150 g) Dinkel-Butterkekse (z.B. von Alnatura)
  • 60 g Butter (zerlassen)
  • 2 EL braunen Zucker

Für die Schoko-Hirse-Masse

  • 50 g ungekochte Hirse (feinkörnig)
  • 150 ml Wasser
  • Eine Prise Salz
  • 2 Eier (L)
  • 70 g Dinkelmehl
  • 160 g Rohrohrzucker
  • 130 g Butter (zimmerwarm)
  • 260 g dunkle Schokolade (z.B. die Lindt Excellence mild 70%)
  • Optional: Bourbon Vanille aus der Mühle oder etwas Mark einer Vanilleschote
  • Optional: Puderzucker zum Bestäuben

Und so geht’s:

Die Hirse gut waschen, mit dem Wasser und einer Prise Salz aufkochen und ca. 10 Minuten ausquellen lassen. Wenn die Hirse fertig ist beiseitestellen und in der Zwischenzeit auskühlen lassen.

Das Backrohr auf 180 Grad vorheizen. Für den Keksboden die Butterkekse zerkleinern, die Butter im Wasserbad (Wasser nicht wegschütten, brauchen wir noch für die Schokolade) schmelzen und zusammen mit dem Zucker und den Kekskrümeln gut verkneten. Tarteform (24 cm) mit etwas Butter ausschmieren und die Keksmasse hineingeben. Gleichmäßig verteilen und mit der Hand gut an Boden und Rand drücken. Kleiner Tipp: Wickelt Frischhaltefolie um ein kleines Plastikgeschirr und drückt damit den Keksboden gut an. Die Form ins Backrohr geben und den Keksboden ungefähr 10 Minuten vorbacken. Anschließend auskühlen lassen.


In der Zwischenzeit Butter und Zucker schön schaumig schlagen und nach und nach die Eier hinzugeben. Anschließend vorsichtig das Mehl unterheben. Im Wasserbad die Schokolade schmelzen und mit der ausgekühlten Hirse vermengen. In die Butter-Zucker-Mehl-Mischung geben und alles gut miteinander verrühren. Wenn ihr wollt könnt ihr noch Bourbon Vanille oder etwas Mark einer Vanilleschote untermischen.

Die Masse auf den Keksboden geben und gleichmäßig verteilen. 35-40 Minuten lang backen. Nach Hälfte der Backzeit könnt ihr den Kuchen mit Alufolie abdecken, damit er nicht zu dunkel wird.

Den Schoko-Hirse-Kuchen UNBEDINGT warm essen, extrem lecker schmeckt er mit einer Kugel Vanilleeis. Wenn ihr wollt könnt ihr ihn auch noch mit Puderzucker bestreuen.

Gutes Gelingen!

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