Wenn’s mal schnell gehen muss: Gestürzter Zwetschkenkuchen

Momentan befinden wir uns in der wohl schönsten der 4 Jahreszeiten. Jetzt im Sommer tut sich nämlich unglaublich viel im Garten und das macht es auch möglich, dem Obst und Gemüse beim heranreifen zuzusehen. Kirschen, Weichseln, Himbeeren, Brombeeren, Marillen, Mangold, der bei uns im Garten immer noch wuchert wie verrückt, Zucchini, Fisolen, Tomaten und mittlerweile werden auch schon langsam die ersten Zwetschken, Birnen und Kürbisse reif. Für mich also eine Zeit, in der ich küchentechnisch extrem viel ausprobiere und die mich auch immer wieder dazu verleitet, auch an heißen Tagen den Ofen oder die Herdplatte anzumachen, um beispielsweise verschiedene Kuchen, Marmeladen oder Chutneys zuzubereiten.

Genau so ging es mir auch bei meinem heutigen Rezept. Ein gestürzter Zwetschkenkuchen, mit den ersten heimischen Zwetschken. Bei einem kleinen Obst- und Gemüsestand konnte ich nämlich vor ein paar Tagen ein Kisterl voll frische, saftige Zwetschken ergattern. Grund genug, um noch am selben Tag daraus einen leckeren Kuchen zu machen.

Ein Kuchen, der blitzschnell zubereitet ist und genauso gut mit jeglichem anderen Obst, das gerade Saison hat, gemacht werden kann. Egal ob Marillen, Pfirsiche, Nektarien, Äpfeln oder Birnen – jedes Obst macht den Kuchen geschmacklich einzigartig. Da der Kuchen so einfach gemacht ist, eignet er sich auch perfekt als „Mitbringsel“ für ein nettes Beisammensitzen, einen Grillabend oder eine Gartenparty. Getoppt mit Mandelblättchen, ein paar hübschen (essbaren) Blüten oder bestäubt mit etwas Puderzucker ist er zudem auch noch ein richtiger Hingucker.



Gestürzter Zwetschkenkuchen
(für eine 24-cm-Tarteform)

  • 150 g zimmerwarme Butter + etwas mehr zum Ausfetten der Tarteform
  • 140 g Rohrohrzucker
  • ca. 12 Stk. Zwetschken
  • 3 Eier (M)
  • 100 g Dinkelvollkornmehl
  • 1 TL Backpulver
  • 30 g geriebene Mandeln (Haselnüsse, Walnüsse, …)
  • Optional: Eine Handvoll Mandelblättchen
  • Optional: Puderzucker zum Bestäuben

 

Und so geht’s:

Die Tarteform mit etwas Butter ausfetten und 40 g Zucker gleichmäßig am Boden verteilen. Die Zwetschken waschen, gut abtrocknen, halbieren und entkernen und in beliebig dicke Spalten schneiden. Dicht nebeneinander, fächerartig, im Kreis auf dem gezuckerten Tarteboden anordnen und beiseitestellen.  Das Backrohr in der in der Zwischenzeit auf 180 Grad Umluft vorheizen.

Für die Kuchenmasse die Butter mit dem restlichen Zucker (100 g) schaumig schlagen. Nach und nach die Eier unterrühren und für einige Minuten weiterschlagen. In einer separaten Schüssel das Mehl, Backpulver und die geriebenen Mandeln miteinander vermischen und anschließend unter die Butter-Zucker-Ei-Mischung heben.

Den Teig auf die Zwetschkenspalten in die Tarteform füllen, alles schön verstreichen und in das vorgeheizte Backrohr geben. Ca. 30 Minuten lang backen (falls es zu schnell braun wird, einfach mit Alufolie überdecken). Den Kuchen aus dem Rohr nehmen, gute fünf Minuten auskühlen lassen und mit Vorsicht umstürzen. Kleiner Tipp: Bevor ihr den Kuchen umstürzt, geht mit einem Messer einmal vorsichtig am Tarterand entlang, sodass auch wirklich kein Teig mehr anklebt. Wer möchte kann noch Mandelblättchen drüberstreuen und den Kuchen mit etwas Puderzucker bestäuben. Esst den Kuchen unbedingt, wenn er noch lauwarm ist – vielleicht noch mit einer Kugel Eis

 


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