Eingemachter Zucchinisalat & Rote Linsen-Kartoffel-Laibchen mit Kurkuma

Spätestens jetzt, während meiner Ausbildung zur Ernährungstrainerin, habe ich gelernt manchen Lebensmitteln in meiner Ernährung mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Ich habe mir nie viele Gedanken gemacht, seit ich fleischlos esse (ausgenommen Fisch), wie ich Eiweiß ausreichend zu mir nehmen kann. Zwar habe ich einige Lebensmittel ab und zu mal zu mir genommen, jedoch sicher nicht genügend. Hierzu zählen so manche Hülsenfrüchte. Hirse, Nüsse, Samen (und hier besonders die Kürbiskerne) wurden in meinen Rezepten schon immer verwendet, doch es gibt so viele mehr. Azukibohnen oder Mungbohnen um nur einige zu nennen. Linsen zum Beispiel mag ich mittlerweile ziemlich gerne. Hier experimentiere ich gerne mit den verschiedenen Farben herum und sehr oft verwende ich inzwischen die roten Linsen. Warum? Sie gehen super schnell, schmecken extrem lecker, vor allem nicht zu intensiv und man muss sie im Gegensatz zu anderen Hülsenfruchtsorten nicht Einweichen. Deswegen gibt es heute auch ein leckeres Rezept dazu: Rote Linsen-Kartoffel-Laibchen mit Kurkuma. Kurkuma passt wirklich perfekt in die Laibchen und zum Schluss werden sie in Paniermehl aus Mais gewendet. Die Laibchen werden so 100-mal knackiger, knuspriger und krosser wie mit normalen Bröseln. Wenn ihr die Semmelbrösel aus Mais also irgendwo mal seht, probiert sie unbedingt aus, sie passen sowohl zu Gemüse als auch zu Fleisch oder Fisch.



Um auch ein bisschen Saisonalität in diesen Beitrag miteinzubringen, gab es zu den Laibchen einen leckeren, eingemachten Zucchinisalat. Weil man momentan auch mehr Zucchini erntet, wie man täglich essen kann, ist es eine super Möglichkeit, diese bereits in größeren Mengen einzukochen. Man hat somit im Herbst und Winter immer einen schnellen leckeren Salat auf Vorrat, sofern man nicht alles schon davor aufisst. 
Das Rezept habe ich von meiner Oma. Früher als ich noch jünger war, wurde immer zur Zucchinizeit dieser Salat in größeren Mengen gemacht und ich kann mich noch erinnern, dass es nicht mein Lieblingssalat war. Wahrscheinlich weil Curry enthalten ist und den mochte ich damals überhaupt nicht. Heute liebe ich Curry und den Zucchinisalat esse ich zu so ziemlich allen Gerichten. Auch zu den Linsenlaibchen passt er perfekt und deshalb möchte ich euch auch dieses Rezept nicht vorenthalten.




Eingemachter Zucchinisalat
(für ca. 12 Gläser in mittlerer Größe)

  • 3 kg Zucchini (gelb und grün gemischt)
  • 2 grüne Paprika
  • 2 gelbe Paprika
  • 2 rote Paprika
  • 3-5 Knoblauchzehen
  • 100 g Salz
  • 3 ½ l Wasser (zum Einweichen, wird anschließend weggegossen)
  • ½ l Kräuteressig
  • ½ l Wasser
  • 250 g Zucker
  • 1 ½ TL Curry


Und so geht’s:

Das Gemüse nach Belieben in feine Streifen schneiden (oder mit einem Gemüsehobel). Zusammen mit dem Wasser und Salz in einen Topf geben, einmal gut durchrühren und zugedeckt über Nacht stehen lassen.

Am nächsten Tag das Salzwasser abseihen. Einen halben Liter Kräuteressig mit einen halben Liter Wasser aufkochen, Zucker sowie Curry einrühren und anschließend das geraspelte Gemüse dazugeben. 3 Minuten kochen lassen und anschließend sofort in die Einmachgläser füllen, gut verschließen und auf dem Kopf gestellt erkalten lassen.




Rote Linsen-Kartoffel-Laibchen mit Kurkuma
(für ca. 8 Stück)

  • 300 g Kartoffeln (gekocht & passiert, Sorte: vorwiegend festkochend)
  • 100 g rote Linsen
  • 1 Ei (L)
  • 1 Jungzwiebel
  • 2 EL Kartoffelstärke
  • 1 TL Butter
  • ½ TL Kurkuma
  • Eine Handvoll Petersilie
  • Salz, Pfeffer, Muskat, Chili
  • Öl

Außerdem: Mais Paniermehl (oder normale Brösel oder Mehl) um Laibchen darin zu wenden


Und so geht’s:

Kartoffeln (ca. 5 kleine oder 3 mittelgroße) weichkochen, schälen und durch die Kartoffelpresse drücken. Anschließend die Butter unterrühren. Die roten Linsen gut waschen und in einen kleinen Topf mit Wasser bedeckt ca. 10 Minuten weich köcheln lassen. Achtet darauf, dass sich die Linsen nicht verkochen. Die Linsen gut abtropfen lassen und zu den Kartoffeln geben und etwas auskühlen lassen.

In der Zwischenzeit die Jungzwiebel klein schneiden und in wenig Öl etwas anbraten. Die Pfanne könnt ihr beiseitestellen und anschließend zum Rausbraten der Laibchen weiterverwenden. Weiteres die Petersilie klein hacken.

Jungzwiebel mit den gepressten Kartoffeln und Linsen vermengen. Das Ei, die gehackte Petersilie, Kartoffelstärke sowie das Kurkumapulver unterrühren. Mit Salz, Pfeffer, Muskat und Chili abschmecken. Acht gleichgroße Laibchen formen, in Maispaniermehl wenden und einige Minuten auf beiden Seiten knusprig braten. Ich hab’ die Laibchen noch mit einer Paprika-Lauch-Soße angerichtet und eine Schüssel Zucchinisalat dazu gegessen. Super lecker sag ich euch!

 

 

 

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