Marille im Glas – zwei Rezepte gegen Foodwaste

Ich weiß ja nicht wie’s euch im Sommer geht, aber bei diesem großen Angebot an Obst und Gemüse, ganz besonders wenn es aus eigener Ernte kommt, fällt es mir immer irrsinnig schwer alles direkt zu verwerten. Gerade Obst und Gemüse hält sich nicht besonders lange, wird schnell schrumpelig, matschig oder beginnt zu faulen. Und seien wir mal ehrlich, Tomaten Mozzarella, frische Salate, Gemüsecarpaccio usw. schmecken nun mal besser, wenn das Gemüse knackig frisch ist. Deshalb wird hier im Sommer eingekocht was das Zeug hält. Überreifes Obst wird direkt zu Marmelade verarbeitet und Gemüse wie Paradeiser, Paprika, Melanzani, usw. zu Sugo, Saucen oder Chutney. Einfacher geht’s gar nicht, Foodwaste wird vermieden und glaubt mir, wenn der Sommer vorbei ist freut ihr euch über all die ganzen Schätze die ihr eingeweckt habt.

Meine zwei liebsten Rezepte gegen Foodwaste möchte ich euch heute vorstellen. Zum einen meine Ruck-Zuck-Marillenmarmelade mit Birkenzucker die sich wirklich wunderbar auf jedes beliebige Obst abwandeln lässt und zweitens ein Marillen-Paradeiser-Chutney – ein absolutes MUSS auf jeder Grillparty!


Ruck-zuck-Marillenmarmelade

2 kg Marillen
660 g Gelier-Birkenzucker 3:1

 

Zubereitung

Für die Marillenmarmelade zuerst die Früchte waschen, entkernen und in Stücke schneiden. Die Fruchtstücke in einen tiefen Topf geben und zum Kochen bringen. Das Mus in eine Flotte Lotte geben und passieren. Anschließend nochmals auf den Herd stellen, den Gelier-Birkenzucker unterrühren und nochmals aufkochen lassen. Ca. 5-10 Minuten einkochen lassen, anschließend die heiße Marmelade mit Hilfe eines Marmeladentrichters in sterile Gläser abfüllen. Sofort fest verschließen und für ein paar Minuten auf den Kopf stellen. Die Marmelade kühl und dunkel lagern.

 

 

Marillen-Paradeiser-Chutney
Rezept ergibt 3 mittelgroße Gläser á 210 ml*

500 g Marillen
500 g Paradeiser
140 g Rohrohr- oder Vollrohrzucker
140 g Apfelessig
1 Knoblauchzehe
1 kleines Stk. frischen Ingwer (alternativ: Ingwerpulver)
1 kleine Zwiebel
1 TL helle Senfkörner
1 Prise Cayennepfeffer
1/2 TL Salz
etwas rauchigen Pfeffer
Olivenöl zum Anbraten

 

*Ich würde euch empfehlen das Chutney in mehrere kleinere Gläser (zB. á 100 ml) zu füllen, wenn ihr wisst ihr könnt ein großes Glas nicht in den darauffolgenden Tagen aufbrauchen. So vermeidet ihr, dass unnötig etwas weggeschmissen wird. 

 

Zubereitung

Für das Chutney die Paradeiser waschen, kurz in kochendem Wasser blanchieren, dann herausnehmen und kalt abschrecken. Paradeiser häuten und halbieren. Die Stielansätze entfernen und anschließend in kleine Stückchen schneiden. Denselben Vorgang mit den Marillen wiederholen. Zwiebel, Knoblauch und frischen Ingwer schälen und fein würfeln. In etwas Olivenöl kurz glasig anbraten. Paradeiser Stücke, Apfelessig, Zucker, Salz, Cayennepfeffer und Senfkörner dazugeben. Zum Kochen bringen, dann bei reduzierter Hitze etwa 15-20 Minuten köcheln lassen. Die Marillenstücke zugeben und solange weiter einkochen lassen bis das Chutney schön dickflüssig ist (bei mir hat das nochmal ca. 20-30 Minuten gedauert). Gegen Ende könnt ihr euer Chutney nochmals abschmecken (in meinem Fall mit rauchigem Pfeffer) und ggf. nachschärfen. Das Chutney noch heiß in sterile Gläser abfüllen. Sofort fest verschließen und für ein paar Minuten auf den Kopf stellen. Kühl und dunkel lagern, nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahren und rasch aufbrauchen. 

 

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