Seeliebe und ofenfrische Dinkel-Hirse-Weckerl mit Kürbiskernöl

Ich bin froh. Froh am Land aufgewachsen zu sein. Direkt am Neusiedlersee, der mit dem Auto keine zehn Minuten von uns entfernt ist. Und obwohl ich nicht gerne Schwimmen gehe, mag ich den Neusiedlersee irrsinnig gerne. Was ich ganz besonders liebe ist die Stimmung, die der See versprüht, vor allem in den Wintermonaten. Diese Momente, wenn zum ersten Mal der See zufriert, der erste Schnee darauf liegen bleibt und die Wintersonne mich wärmt. Aber auch Tage an denen alles trüb ist, man keine klare Sicht hat, der Wind durchs Schilf weht und man einfach nur die Stimmung einfangen kann, genieße ich in vollen Zügen. Jedes Wochenende ist deshalb auch ein kleiner Spaziergang am See Pflicht. Am liebsten mit Kamera und meiner Mama, die zugleich auch noch mein Lieblingsfotograf und diejenige ist, die mich und die Dinge rundherum am besten in Szene setzen kann.

Und was an so kalten Wintertagen nicht fehlen darf – schon gar nicht, wenn man durchfroren vom See nach Hause kommt ist ofenfrisches Gebäck. Es gibt nämlich nichts Besseres als ein lauwarmes Weckerl mit etwas Butter und Meersalz und dazu noch einen Teller mit heißer Suppe. Meine neueste Obsession sind allerdings diese leckeren Dinkel-Hirse-Weckerl mit Kürbiskernöl. Die Hirsekörner machen die Weckerl so richtig knusprig und das Kernöl peppt sie farbtechnisch ein wenig auf. Und dank dem Trick mit dem Apfelteiler machen sie auch optisch gleich was her. Das Rezept dafür möchte ich euch nicht vorenthalten und falls ihr sie ausprobieren solltet – unbedingt noch lauwarm genießen!


Dinkel-Hirse-Weckerl mit Kürbiskernöl
 

Du brauchst:
(für 9-10 Stk.)

400 g Dinkelmehl
100 g Hirse (feinkörnig)
20 g frische Germ (Hefe)
10 g Meersalz
4 EL Kürbiskernöl
200 ml lauwarmes Wasser

Zusätzlich:
Wasser zum Bepinseln
Kürbiskerne und/oder Dinkelflocken zum Bestreuen

Und so geht’s:
Die Hirse in einem feinen Sieb waschen und gut abtropfen lassen. Anschließend gemeinsam mit dem Dinkelmehl, der zerbröseltem Germ, dem Wasser, Salz und Kürbiskernöl zu einem glatten, geschmeidigen Teig kneten. Achtet unbedingt darauf, wenn ihr die Zutaten in die Rührschüssel gebt, dass das Salz nicht direkt mit der Hefe in Kontakt kommt, da es die Tätigkeit der Hefebakterien hemmen würde. Den Teig nun zugedeckt an einem warmen Ort (z.B. auf der Heizung) gute 30 Minuten gehen lassen.

Auf einer bemehlten Arbeitsfläche den Teig in ca. 9-10 gleich große Portionen teilen und diese so gut es geht zu glatten Kugeln schleifen (am besten gelingt das auf einem Holzbrett). Mit einem Geschirrtuch zudecken und weitere 10 Minuten gehen lassen. In der Zwischenzeit das Backrohr auf 210 Grad Ober und Unterhitze vorheizen.

Nun ist es ganz euch überlassen was ihr daraus macht. Es funktionieren sowohl Semmerl, als auch normale Weckerl. Worauf ich vor kurzen gestoßen bin ist der Apfelteiler-Trick. Dafür einfach den Apfelteiler in etwas Mehl tunken und die Teigkugeln leicht damit einschneiden. Mit Wasser bepinseln und (gehackten) Kürbiskernen und/oder Dinkelflocken bestreuen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und ca. 20-25 Minuten lang backen.

Teilen:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.