Zwei Frühlingsrezepte mit Bärlauch

Endlich Frühling, endlich Bärlauch! Zugegeben – die Bärlauchzeit ist auch die einzige Zeit worauf ich mich schon Anfang des Jahres freue. Es kann nämlich schon mal vorkommen, dass, wenn das Wetter passt, die ersten grünen Blätter Mitte oder Ende Februar aus der Erde gucken. Und so war das auch heuer der Fall. Ich konnte es kaum glauben, als ich im Februar mit den Winterstiefeln durch den Wald spazierte und man schon vereinzelt grüne Stellen erkennen konnte. Kleine Baby-Bärlauchblätter, die nur darauf warteten, den Frühling offiziell einzuläuten.

Letzte Woche habe ich durch Zufall einen kleinen Waldplatz voll mit Bärlauch ganz bei uns in der Nähe entdeckt. Fast 20 Grad und Sonnenschein, ein Körberl voll Bärlauch und ich war rundum glücklich. Unzählige Rezeptideen im Kopf und es wurde fürs Erste dann doch ‚nur’ eine Bärlauchcremesuppe, die aber einfach zum Frühling dazugehört. Das Rezept ist fast schon zu einfach, deshalb möchte ich euch heute noch gern ein weiteres und neues Lieblingsrezept mit Bärlauch vorstellen: Bärlauch-Topfen-Nockerl auf gebratenen Bärlauch- und Spinatblättern, geschwenkt in etwas Butter und verfeinert mit geriebenen Mandeln, weißen Veilchen und Gänseblümchen aus dem Garten. Ich finde ja es gibt nichts Schöneres, wenn die Deko (die zudem auch noch essbar ist) direkt vor der Haustür wächst. Sie machen nicht nur was her am Teller, nein sie bringen einfach pure Frühlingsstimmung. Auch an Tagen an denen sich die Sonne vielleicht gar nicht blicken lässt.

Ich hoffe ihr zelebriert die Bärlauchzeit genauso wie ich und baut die grünen Blätter in ganz viele Gerichte ein, solange sie noch Saison haben.

 

Easy-peasy Bärlauchcremesuppe

Du brauchst:

  • 80 g frischen Bärlauch
  • 2 Kartoffeln (klein)
  • 1 Schalotte
  • ½ l Gemüsebrühe
  • 60 ml Schlagobers
  • ein paar zusätzl. Blätter Bärlauch (Topping)
  • Öl zum Anbraten

 

Und so geht’s:

Bärlauchblätter waschen und grob hacken. Kartoffeln und Schalotte schälen, kleinwürfelig schneiden und in einem Topf mit Öl kurz anbraten. Die geschnittenen Bärlauchblätter dazugeben. Mit der Gemüsebrühe aufgießen und ca. 10 Minuten (bis die Kartoffeln weich sind) bei niedriger Hitze köcheln lassen. In der Zwischenzeit ganz wenig Öl in einer Pfanne erhitzen und ein paar Bärlauchblätter fürs Topping knusprig braten. Wenn die Kartoffeln weich sind Schlagobers zugießen, pürieren und die Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit den angebratenen Bärlauchblättern garnieren.

 

 

Bärlauch-Topfen-Nockerl

Du brauchst:

  • 250 g Topfen (bröselig)
  • Eine Handvoll frischer Bärlauch
  • Eine Handvoll frischer Babyspinat
  • 30 g Dinkelgrieß
  • 20 g Dinkelbrösel
  • 1 Ei
  • Butter zum Schwenken
  • Salz, Pfeffer

Sonstiges: 2-3 Handvoll frische Bärlauch- und Spinatblätter, etwas Olivenöl, geriebene Mandeln (nach Belieben) und frische Petersilie zum Garnieren

 

Und so geht’s:

Für die Nockerl den Bärlauch und Babyspinat waschen, trockentupfen und klein hacken. In etwas Olivenöl anbraten und zum Auskühlen beiseite stellen. Topfen, Ei, Grieß und Brösel in einer Schüssel gut miteinander vermengen, Bärlauch und Spinat unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

Einen großen Topf mit Wasser zum Kochen bringen, salzen und anschließend mit zwei Löffeln und etwas heißem Wasser Nockerl formen. Die Hitze herunterschalten und die geformten Nockerl ins Salzwasser geben (das Wasser darf nicht kochen). Die Nockerl darin 3-5 Minuten ziehen lassen, bis sie an der Oberfläche schwimmen.

In der Zwischenzeit Butter in einer Pfanne erhitzen. In einer weiteren Pfanne 2-3 Handvoll Bärlauch und Spinatblätter anbraten, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Nockerl abschöpfen und in der Butter schwenken bzw. kurz darin anbraten, sodass sie eine schöne Farbe bekommen. Auf den angebratenen Bärlauch- und Spinatblättern anrichten, mit Butter, geriebenen Mandeln, kleingehackter Petersilie und eventuell mit essbaren Blüten toppen. Wer mag kann die Nockerl auch in Brösel wälzen – funktioniert und schmeckt genauso gut.

 

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1 Kommentar

  1. 26. April 2018 / 10:31

    Deine Bärlauch Rezepte sehen echt super aus und regen an zum Nachkochen
    Leider ist es bei uns im Wald aber so, dass der Bärlauch genau dort wächst, wo auch die Maiglöckchen wachsen, daher bin ich mir da nie so zu 100% sicher was was ist – da bleibt halt nix anderes über als den Bärlauch am Bauernmarkt einzukaufen.

    Vielleicht hast du auch Lust mal bei uns vorbei zu schauen, denn wir haben auch ein paar leckere Bärlauch Rezepte auf Lager

    Wünsche dir noch einen schönen Tag!

    Nicole vom Team cookingCatrin.

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