Faschingskrapfen aus dem Ofen (die gesündere Variante)

Es gibt tatsächlich nur eine einzige Sache, die ich mit Fasching verbinde und das ist das alljährliche Faschingskrapfen backen mit meiner Oma. Gleich wie das Kekse backen an Weihnachten zählt es zu den wenigen Traditionen, die auch wirklich kein Jahr ausgelassen werden. Und darum werden weder Kekserl noch Krapfen im Supermarkt oder beim Bäcker gekauft. Sie schmecken einfach nicht und mal abgesehen von der langen Zutatenliste ist’s selbstgemacht um Längen besser.

Meine Oma schwört darauf die Krapfen in Fett heraus zu backen, weshalb ich auch glaube, dass für sie eine kleine Welt zusammenbrach, als ich ihr von meinem Vorhaben erzählte, dieses Jahr eine gesündere Variante zu machen. Es sollte weder Unmengen an Fett noch raffinierter Zucker enthalten sein. Stattdessen mit Kokosblütenzucker, etwas Honig, Mandelmilch und gebacken werden sie anschließend im Ofen. So ganz damit anfreunden konnte sie sich zwar nicht, dennoch gab sie dem Ganzen eine Chance. Ich muss ja zugeben, vor einem Jahr hätte ich wahrscheinlich auch noch lautstark Nein gerufen, wenn mir das jemand vorgeschlagen hätte. Ich habe früher immer die weißen Ränder, die beim rausbacken entstehen, so geliebt! Dinge ändern sich aber gottseidank und letzten Endes konnte ich auch meine Oma mit der gesünderen Variante überzeugen. Mir schmecken sie sogar viel, viel besser und die Zubereitung ist auch nicht so aufwendig. Besser geht’s ja kaum, oder?

kleine Anmerkung vorweg: Solltet ihr Dinge wie Kokosblütenzucker, Mandeldrink etc. nicht zu Hause haben, könnt ihr diese selbstverständlich auch durch Rohrohrzucker und normale Milch ersetzen, funktionieren tut auf jeden Fall beides.

 


Faschingskrapfen
aus dem Ofen

Du brauchst:
(für 11 Stk.)

300 g Dinkelmehl
125 g Mandeldrink
2 ½ EL Kokosblütenzucker
Eine Prise Salz
20 g frische Germ (Hefe)
2 EL Honig oder Ahornsirup
40 g Butter (alternativ: Kokosöl)
2 Eidotter
Abrieb einer Bio-Zitrone (nach Belieben)
½ EL Rum (optional)

Außerdem: Marmelade (am besten Selbstgemachte) zum Füllen, Staubzucker (zur Info: jeder Zucker kann mit einer Kaffeemühle zu Staubzucker gemahlen werden)

 

Und so geht’s:

Dinkelmehl, Kokosblütenzucker und eine Prise Salz in einer Rührschüssel miteinander vermengen. Einen Teil des Mandeldrinks leicht erwärmen und zum restlichen Drink geben, Honig (oder Ahornsirup) darin auflösen und anschließend die Germ (Hefe) einbröseln und gut verrühren. Butter in einem kleinen Topf schmelzen und gemeinsam mit der Germmischung zu den trockenen Zutaten geben. Anschließend die Dotter, abgeriebene Zitronenschale und den Rum hinzufügen und einige Minuten lang zu einer homogenen Masse verkneten. Den Teig nun aus der Schüssel nehmen und nochmals (gute 5 Minuten) mit der Hand durchkneten. Immer wieder etwas Mehl miteinkneten, damit der Teig nicht kleben bleibt.

Auf einer bemehlten Arbeitsfläche den Teig in gleichgroße Stücke (~ 50 g) teilen und zu kleinen Kugeln formen. Auf ein- oder besser zwei (um sicherzugehen, dass die Krapfen nicht zusammenkleben) mit Backpapier belegte Backbleche verteilen und zugedeckt an einem warmen Ort gute 60 Minuten ruhen lassen.

Im vorgeheizten Backrohr (160 Grad, Ober und Unterhitze) 12 – 15 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist. Anschließend mit Marmelade füllen, etwas Staubzucker bestäuben und unbedingt noch warm genießen.

 

 

Teilen:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.